Der Block West kehrt zurück in die Kurve!

Der Block West kehrt zurück in die Kurve

Ab dem ersten Bewerbsspiel der Saison 2021/22 wird die aktive Fanszene den SK Rapid wieder im Stadion unterstützen. Egal ob in der Liga, im Cup oder der Champions-League-Qualifikation: Der Block West feiert bald wieder jedes Mal ein Fußballfest!

Mehr als fünfzehn Monate sind vergangen, seit wir das letzte Mal gemeinsam in der Kurve waren. Nun steht endlich jener Tag bevor, nach dem wir uns seit März 2020 sehnen. Ab Juli werden Zuschauerbeschränkungen, Maskenpflicht und Abstandsregeln in Österreich der Vergangenheit angehören, auch Auswärtsfahrten sollen wieder möglich sein. Wir können also wieder Schulter an Schulter im Stadion stehen, uns mit Fans anderer Vereine duellieren und unsere Mannschaft zum Sieg singen. Unter diesen Voraussetzungen ist für uns ein Stadionbesuch wieder möglich – und zwar so, wie wir ihn uns vorstellen.

Dennoch bleiben Einschränkungen, die uns nicht gefallen. Um ins Stadion zu dürfen, wird jeder Fan getestet, geimpft oder genesen sein müssen. Da es sich bei dieser Maßnahme jedoch um keine Schikane handelt, die sich explizit gegen Fußballfans richtet, werden wir diese zum Wohl der Kurve und des SK Rapid akzeptieren.

Es ist natürlich auch in unserem Interesse, dass für alle Rapidler ein sorgloser Stadionbesuch möglich ist. Solange es hinsichtlich der Gesundheit von uns allen Sinn macht und keine zusätzlichen Kosten damit einhergehen, können wir die 3-G-Regel als Teil unseres solidarischen Handelns hinnehmen, auch wenn einige von uns dabei ein ungutes Gefühl haben. Deshalb werden wir beim Freundschaftsspiel am 10.7. gegen den FC Kopenhagen auf organisierten Support verzichten und das Spiel dazu nutzen, die Abläufe in Hütteldorf mit Argusaugen zu beobachten.

Wir werden die kommenden Entwicklungen natürlich weiterhin kritisch verfolgen. Sämtliche neugeschaffenen Schikanen und Einschränkungen sind nach der Pandemie wieder rückgängig zu machen. Wir wollen endlich unsere Freiheit zurück und werden eine weitere Zuspitzung dieser autoritären Law-and-Order-Politik nicht kampflos hinnehmen. Corona darf nicht der Vorwand sein, um Grundrechte zu beschneiden oder die Überwachung inner- und außerhalb des Stadions noch weiter auszubauen.

Die UEFA beweist bereits, dass sie die Situation schamlos ausnutzt, indem sie versucht ihr unliebsame Fans von Reisen zu Auswärtsspielen abzuhalten. Gleichzeitig wird für die EM trotz Corona alles gemacht, das der Gewinnmaximierung dient. Das unterstreicht einmal mehr die Scheinheiligkeit dieses korrupten Verbands, den die Interessen der Fans nicht interessieren.

Auf nationaler Ebene ist für uns außerdem klar: Sollten abgesehen von der 3-G-Regel in Zukunft weitere Einschränkungen gelten, werden die Gruppen des Block West dem Stadion neuerlich fernbleiben. Die Fanszene hat die Zeit außerhalb des Stadions gut überstanden. Eine Gewissheit haben wir im letzten Jahr jedoch erlangt: Der Fußball könnte ohne Stadionbesucher langfristig nicht überleben. Die Rückkehr der Fans wird diesen Sport aus der Lethargie befreien und dem Spiel wieder einen Sinn geben.

Unsere nächsten Termine: 

16./17./18. Juli:  1. Runde ÖFB-Cup

20./21. Juli:        CL-Quali gegen Sparta Prag im Weststadion

24./25. Juli:        1. Meisterschaftsrunde

Rapidler, gemeinsam füllen wir das Weststadion wieder mit Leben. Es wird emotional, laut, bunt und groß!

Die aktiven Gruppen des Block West

Stellungnahme der aktiven Hütteldorfer Fanszene

24.8.2020

Rapidler!

Es ist kaum zu glauben, aber mittlerweile ist fast ein halbes Jahr vergangen, seitdem wir Seite an Seite im Stadion gestanden sind, um gemeinsam für den großen Sportklub Rapid Gas zu geben. In diesen sechs Monaten ist viel passiert und die gesamte Welt wurde aufgrund des Coronavirus bzw. seiner Begleiterscheinungen auf den Kopf gestellt.

Als mit dem sogenannten „Lockdown“ auch die Fußballwelt zum Stillstand kam, glaubten wohl nur die größten Optimisten unter uns daran, dass wir in absehbarer Zeit wieder ein Spiel im Stadion verfolgen werden. Die Ausmaße dieser globalen Krise wurden immer deutlicher und Österreichs Verantwortliche aus Politik und Sport entschieden sich nach mehreren Wochen dafür, die Saison in Form von Geisterspielen zu beenden. Eine Maßnahme, welche wir als aktive Fanszene bisher nur mit Sanktionen in Verbindung brachten.

Auch wenn die Beweggründe dieses Mal andere waren, fühlte sich die Tatsache, dass wir draußen bleiben mussten während in den Stadien der Ball rollte, genauso beschissen an wie immer. Aus diesem Grund haben wir uns auch mehrmals gegen die Fortsetzung der Saison auf diese Art und Weise ausgesprochen. Die Situation wurde unsererseits jedoch trotzdem nüchtern betrachtet. Uns war bzw. ist natürlich bewusst, dass sich die meisten Vereine in einer finanziellen Notlage befinden und bei gewissen Entscheidungen durch höhere Instanzen zu Passagieren degradiert werden. Deshalb sahen wir auch von einer „militanten Anti-Geisterspiel-Schiene“ ab, die teilweise in anderen Ländern Europas herrschte.

Nun steht die neue Saison unmittelbar bevor und die Teilöffnung der Stadien wird – in unserem Fall 10.000 Rapidlern – ermöglichen, den SK Rapid – unter strengen Auflagen – wieder live im Stadion zu erleben. Für uns als aktive Fanszene ist diese Lösung jedoch inakzeptabel. Wir können es nicht mit unseren Werten als Ultras vereinbaren, einem derart irrational reglementierten Treiben beizuwohnen.

Unter den geplanten Umständen lässt sich ein Leben in der Kurve – so wie wir uns das vorstellen – nicht gestalten. Die 90 Minuten bedeuten für uns Freiheit und Unbekümmertheit, in denen man die Liebe zum Verein als Gruppe und als Kurve zum Ausdruck bringt. Intensive Torjubel werden mit Umarmungen zelebriert, traurige Ereignisse zusammen durchgestanden. 90 Minuten Emotionen pur!

Jetzt soll aber die „neue Normalität“ genau diesen Zusammenhalt im Block West verhindern. Wir wollen, können und werden uns damit nicht abfinden.

Deshalb haben wir uns dazu entschieden, bei allen Spielen die Kurve bzw. das Weststadion bis auf weiteres nicht zu betreten. Wir werden uns bei den Heimspielen in Hütteldorf einfinden und hoffen, dass man in dieser tristen und verrückten Zeit einige Rapidler antrifft, um den Kontakt untereinander wieder zu stärken.

Jeder Kenner des Block West weiß, wie schwer uns diese Entscheidung fällt. Es gäbe nichts Schöneres, als an einem Europacupabend „Magischer SCR“ in den Hütteldorfer Abendhimmel zu schreien, während unsere Mannschaft am Spielfeld die Schlacht für sich entscheidet.

Es gibt nichts auf der Welt, um das Gefühl der Freiheit, Energie und Zügellosigkeit, welche wir in einer Kurve erleben, zu ersetzen. Genau diese Eigenschaften waren in all den Jahren mitverantwortlich dafür, dass wir bei Heim- und Auswärtsspielen Unvergessliches erleben durften.

Dieser Text soll jedoch keinen Rapidler dazu auffordern, das Stadion zu meiden, sondern lediglich allen unsere Beweggründe in dieser sehr komplexen Situation verständlich machen. Wir sind natürlich weiterhin für den SK Rapid da und haben auch aus diesem Grund, trotz unserer geplanten „Abstinenz“, unsere Abos für die neue Saison verlängert. An dieser Stelle rufen wir alle Rapidler dazu auf, das Gleiche zu tun. Und all jene, die noch nicht Abonnenten oder Mitglieder des SK Rapid sind: Legt euch ein Abo zu und werdet Mitglied!

Beim Heimspiel am 7. Mai 2005 gegen Admira Wacker zeigten wir eine Choreographie mit dem Wortlaut: Gewisse Emotionen kannst nur du uns geben – Lang lebe Rapid! Exakt diese können wir aufgrund der aktuell herrschenden und paradoxen Corona-Bestimmungen nicht ausleben. Aber diese Emotionen sind das Fundament einer funktionierenden Kurve. Die Basis dafür, unsere Aufgabe als Ultras mit vollster Überzeugung zu erledigen.

Und eines sei all den Kritikern garantiert, die womöglich auf unsere Kapitulation hoffen:
Wir kommen zurück – LAUTER UND INTENSIVER ALS JEMALS ZUVOR!

Ultras Rapid Block West 1988
Tornados Rapid 1996
Green Lions 2003
Lords Rapid 2004
Gladiatori Rapid 2012
SAF 2012

Endlich ein Sieg im Ländle!

Die einzig richtige Auswärtsfahrt in dieser Saison brachte uns in der 14. Runde nach Altach. Vor Ort angekommen konnte man sehen, dass man die Mindestanforderungen an die Stadion-Infrastruktur im Vergleich zu anderen Vereinen auch ernsthaft umsetzen kann. So wurde aus der alten Stahltribüne bzw. dem ehemaligen Gästesektor ein doch recht akzeptabler Auswärtsblock. Zusätzlich erwartete man am heutigen Tag hohen Besuch aus der Schweiz: eine ordentliche Abordnung vom EHCK beehrte uns mit ihrer Präsenz. Es ist immer wieder eine Freude, unsere Freunde begrüßen zu dürfen! Mit dieser zusätzlichen Unterstützung konnte heute eigentlich kaum etwas schief gehen und wenn man bedenkt, dass man hier in Vorarlberg seit Mai 2015 keine 3 Punkte mitnehmen konnte, kam der zusätzliche Support gerade recht!

Man hoffte, dass die Mannschaft nach der blamablen 0:1 Niederlage am vergangenen Wochenende beim Heimspiel gegen den SKN St. Pölten eine entsprechende Reaktion zeigen würde und hier endlich wieder einmal einen vollen Erfolg feiern konnte. Bereits nach 11 Minuten konnte man daserste Mal jubeln: nach einem halbherzigen Abschlag und einem schweren Fehler der Altacher Verteidigung kam der Ball über Ullmann zu Arase, dieser enteilte seinem Gegenspieler und konnte nur noch durch ein Foul von Anderson im 16er gestoppt werden. Dies bedeutete den ersten (!!!) Elfmeter für Rapid in dieser Saison. Diesen verwertete Schwab souverän zur 1:0 Führung für Rapid! Man war noch nicht fertig mit dem Jubeln, standes schon 2:0 für unsere Rapid. Nach einem erneuten schweren Fehler der Verteidigung, kam Knasmüllner an den Ball und mit einem Pass zu Mitte auf Murg war das 2:0 perfekt. So kann gerne jede Partie beginnen! Da die Vorarlberger bis zur Halbzeit offensiv nicht und defensiv kaum vorhanden waren, war es nur eine Frage der Zeit, bis es ein weiteres Mal klingelte. So kam es dann in der 35. Spielminute, als sich Murg quasi ohne Gegenwehr von der eigenen Hälfte bis an den gegnerischen Strafraum dribbeln konnte, den Ball auf Arase querlegte und dieser problemlos zum 3:0 netzte. Altach brauchte bis zur 44. Minute, um den ersten Torschuss vorweisen zu können. So ging es mit einer komfortablen Führung in die Pause. Wer jedoch der Meinung war, dass es mit der souveränen Leistung von Halbzeit eins weitergehen würde, wurde eines Besseren belehrt. Denn nach einer durchwachsenen Phase nach Wiederbeginn kamen die Vorarlberger immer besser in die Partie. Nach einer vergebenen Chance in der 63. Minute durch Arase nahmen die Angriffe der Hausherren immer weiter zu. So hatte konnte man sich sieben Minuten später bereits bei Strebinger bedanken, der mit einem tollen Reflex einen Schuss von Fischer gerade noch zur Ecke klären konnte. Kurz nach der Rapid-Viertelstunde konnte erneut Strebinger mit einer tollen Parade das immer wahrscheinlicher werdende Gegentor verhindern. Mittlerweile konnte man mitansehen, wie unser Offensivspiel quasi zum erliegen kam. Man musste anscheinend nicht verstehen, warum auch immer die Mannschaft der Meinung war, hier außer Ergebnisverwaltung nichts mehr zum Spiel beitragen zu wollen…Man konnte es nur der Ineffizienz des Gegners verdanken, hier noch kein Gegentor erhalten zu haben und so war es ein Sinnbild, als in der Nachspielzeit der Ex-Rapidler Thurnwald die letzte Chance für die Vorarlberger vergab.

Jetzt steht einmal die Länderspielpause an, doch danach wartet bereits der aus fantechnischer Sicht interessanteste Gegner Sturm Graz. Hier braucht es eine konzentrierte Leistung, denn die Grazer liegen nur noch einen Punkt hinteruns! Deswegen mit Vollgas gemeinsam zum Sieg! Zum Abschluss fehlt nur noch eines: KLOTEN WIEN UND KOKAIN!

Bittere Niederlage in Siezenheim!

Das Spiel der 12 Runde bestritt man gegen den FC Dosenburg. Die mediale Penetration über dieses Marketingkonstrukt der letzten Wochen nahm ungeahnte Auswüchse an und genau hier wollte man heute ansetzen, um mit einem Sieg gegen diese hochstilisierte Red Bull Sport-Werbekampagne das Gleichgewicht zumindest ein kleines bisschen wiederherzustellen. So wurde den Bullen heute in Erinnerung gerufen, was es bedeutet, mehr zu sein als eine Spaßaktion eines Kracherlkonzerns. Vor 122 Jahren durch Mitarbeiter der Hutfabrik der Gebrüder Böhm in den Farben Blau-Rot mit dem Namen „1. Wiener Arbeiter Fußball-Club“ gegründet, um zwei Jahre später zum Sportclub Rapid zu werden, präsentierten die Tornados einen weiteren geschichtsträchtigen Teil unseres geliebten Vereins. Mit dem Banner „Hut ab vor unseren Gründern“ nahm man Bezug auf die oben genannten Gründerväter unseres Vereins. Blaue und rote Plastikstreifen vervollständigten eine echt leiwande Choreo! Mit ein bisserl Pyro und einer richtig guten Lautstärke in der Kurve wollte man heute mit der Mannschaft zum Sieg.

So entwickelte sich eine durchaus ansehnliche Partie, mit dezenten Vorteilen für die Dosen. Bereits in der 5. Minute musste Strebinger einen Heber von Kristensen an den Querbalken lenken. Man spürte eine gewisse Unsicherheit in der Startelf, die sich in etlichen Fehlpässen wiederspiegelte. So musste in der 11. Spielminute erneut Strebinger vor Haaland retten. Doch 20 Minuten später kam das Unvermeidliche dann doch noch: Steilpass auf Haaland, der lässt Maxi Hofmann im Laufduell aussteigen und wird von Strebinger eher weniger als mehr elferwürdig vom Ball getrennt. Den daraus resultierenden Elfmeter verwandelte Szoboszlai mit Glück, denn Strebinger konnte den Elfer beinahe halten. In der 33 Minute dann der nächste Elfmeter für Salzburg. Erneut Steilpass auf Haaland und Barac mit dem Elferfoul. Hwang Hee-Chan tritt an und findet in Richard Strebinger seinen Meister. Die Druckphase der Siezenheimer dauerte auch nach dem verschossenen Elfmeter an und so dauerte es nicht lange, bis sich diese Druckphase bezahlt machte. Fehlpass Stojkovic, die Salzburger kombinieren durch die Mitte und den finalen Pass verwertete Haaland zum 2:0. Mit der gefühlt ersten richtigen Chance in der ersten Hälfte wurde es dann doch noch einmal spannend: Foul von Haaland an Dibon, Abspiel auf Maxi Hofmann, die Flanke in den 16er verlängert Stefan Schwab auf Knasmüllner, der zum 2:1 Halbzeitstand einnickt. Ein wichtiger Hoffnungsschimmer. Die zweite Hälfte begann so, wie die erste aufgehört hat: mit einer Druckphase der Salzburger. In der 76. Spielminute erzielte Schwab dann beinahe den Ausgleich, doch es sollte bis zur 87. Minute dauern, bis sich am Spielstand etwas änderte: Freistoß für Rapid, ausgeführt von Schwab und die Flanke verwertet Barac zum 2:2. Ein Ruck ging durch die Kurve und man wollte heute den so ersehnten Sieg erzwingen. Mit einer brachialen Lautstärke sollten die letzten Reserven rausgeholt werden, doch der Fußballgott hatte etwas dagegen und so wurde mit der letzten Aktion des Spiels die Niederlage besiegelt. Foul von Ljubicic an der Strafraumgrenze an Koita und den Freistoß verwandelte Junuzovic zum 3:2 für Salzburg. Bitter…einfach nur bitter…Dennoch heisst es Kopf hoch und weiter machen! Die Saison ist noch nicht vorbei und in der nächsten Runde wartet mit dem Tabellenzwölften ein denkbar einfacher Gegner. Aber nichts desto trotz gilt es, hier nichts anbrennen zu lassen!

Arbeitssieg in Mattersburg!

Im Zuge der 10. Runde durfte man auswärts gegen den SV Mattersburg ran. Das Pappelstadion, bekannt durch seine auffällig große Gästetribüne, wartete mit einer Überraschung auf die angereisten Rapidler auf: da es durch die Bundesligareform nun vorgeschrieben war, jeden Gästesektor mit einem Dach zu versehen, kam man bei den Burgenländern auf eine überragende Idee: man könnte doch ca. 80% des Stahlkonstrukts abbauen, über die verbleibenden 5 Reihen eine Plane spannen, das als „Übergangslösung“ bezeichnen und dafür (da ja ein „Dach“ vorhanden ist) mehr Eintritt verlangen. Grandios!

Den Umständen zum Trotz voll motiviert, startete man mit einem ziemlich guten Tifo in die Partie und auch am Feld sollte einiges passieren. Bereits in der 2. Spielminute hatte man das erste Mal Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Nach Foul von Barac knallte Lukas Rath den Ball aus ca. 30m an die Latte. Ab diesem Zeitpunkt war so gut wir nur noch Rapid am Drücker, konnte aber nichts Zählbares aus den herausgespielten (Halb-)Chancen machen. So kam es, wie es kommen musste: auf der Uhr war die 28. Spielminute angebrochen, Mattersburg mit einem Angriff über die linke Seite, die Flanke geht an 3 Verteidigern vorbei und der Mattersburger Gruber hat keine Schwierigkeiten, das 1:0 für die Heimmannschaft zu erzielen. Danach das gleiche Bild wie vor dem Rückstand: man hatte mehr vom Spiel, doch nutzte man keine der sich ergebenen Möglichkeiten, den Ausgleich zu erzielen. Als man sich schon mit dem Rückstand in der Halbzeit sah, kam er doch noch: mit der letzten Aktion vor der Pause erzielte Fountas nach einer wirklich schönen Kombination mit Knasmüllner durch einen sehenswerten Schuss knapp außerhalb des 16ers das 1:1. Doch direkt nach Wiederanpfiff der nächste Rückschlag: Mattersburg über rechts, der Ball kommt in die Mitte zu Ex-Rapidler Andreas Kuen und der macht aus rund 23m das 2:1 für Mattersburg. Rund 20 Minuten und etlicheVersuche später durfte man sich über das 2:2 freuen: Eckball, der Ball kommt von Stojkovic zu Badji, der mit einem schönen Kopfball noch an derLatte scheiterte, um dann von Dibon zum 2:2 verwertet zu werden. Ab der 80. Minute konnten sich die Mattersburger kaum noch aus der eigenen Hälfte befreien. Man hatte Chance über Chance, doch wie schon zuvor, konnte man den Ball nicht im gegnerischen Tor unterbringen. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit konnte man doch noch den Führungs- und schlussendlich den Siegtreffer feiern: Stojkovic mit einem abgerissenen Schuss zu Knasmüllner, der zieht ab, trifft den Mattersburger Verteidiger Olatunji und der Ball wird unhaltbar zum 3:2 abgefälscht. In der kommenden Runde geht’s daheim gegen den WAC, dem man hoffentlich im Kampf um die Top 3 (…) wichtige Punkte abnehmen kann.