…und der Derbyfluch bleibt bestehen…

SK Rapid – Viola Merda 1:2 (0:2)
11. BL-Runde, 09.10.2022, 26.000 Zuschauer

Das 337. Derby stand an und sollte uns endlich den lang ersehnten ersten Heimderbysieg im Weststadion bringen. Die letzten 6 Begegnungen gingen allesamt Unentschieden aus und man war doch euphorisiert die lange Durststrecke zu beenden.

Der Vorabend verlief, wie schon erwartet, sehr ruhig für unsere schon in Wien versammelte Truppe.
Auch die geschlossene Anreise zum Stadion verlief ohne Vorkommnisse und von weitem konnte man erahnen, wo sich der Marsch der Unaussprechlichen befand.

Das Stadion war komplett ausverkauft und man spürte förmlich die sehr hohe Erwartungshaltung, um den „Heimderbyfluch“ endlich zu brechen. Heute sollten alle Register gezogen werden, so begann man auch früher als üblich mit dem Support, um die Mannschaft bestmöglich einzupeitschen. Des Weiteren waren auch einige langjährige verdiente Rapidler wie Mario Sonnleitner oder Branko Boskovic im Stadion. Um Letzteren sollte es dann auch bei der Choreo der Ultras Rapid gehen:

Es wurde sein Kung-Fu tritt aus dem Jahre 2013 gegen den ehemaligen dunkelrosanen Spieler Marin Leovac auf einem großen Vorhang vor der West präsentiert. Unterstrichen wurde das Bild mit dem Banner: WIR FÜR EUCH – IHR FÜR UNS – WIR GEGEN DIE. Im Block selbst war ein Schachbrettmuster in grün-weiß zu sehen in welchen „VIOLA MERDA“ zu lesen war.

Nach der Choreo wurde vom Dach ein „GRUPPO ANTI VIOLA“ Banner mit einem dunkelrosa Sauschädl im Fadenkreuz herabgelassen, denn dieser sollte das ganze Spiel im Sichtfeld des Feindes bleiben.
Stimmungstechnisch startete man sehr gut, bis in Minute 4 gleich der erste Dämpfer kam.
Ein katastrophales Stellungsspiel wurde von den Gegnern eiskalt ausgenutzt. Die Stimmung flaute sehr ab und war wirklich nur mäßig und keinem Derby würdig. Leider folgte 10 Minuten später der nächste Nackenschlag und man lief einem 2:0 hinterher.

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte wurde eine beachtliche Anzahl an Fackeln über die ganze Länge des Block West gezündet. Mit dem Banner am Dach ein optisch sehr feines Bild!

Die Mannschaft am Feld kam nicht in die Gänge und wir auf den Rängen ebenfalls nicht. Erst die letzten Minuten schmiss Trainer Feldhofer alles nach vorne, doch der Anschlusstreffer durch Ante Bajic kam in der 91. Minute einfach zu spät.

Schluss – Pfiff – Aus – das wars! Schon wieder ein erfolgloses Derby im eigenen Stadion.

Die Ernüchterung machte sich schnell breit und es wird nach Ursachen für diesen sportlichen Fluch gesucht, vielleicht liegt es daran, dass bei Stadionneubau das Stadion um 90 Grad gedreht wurde, aber wer weiß das schon.

Nach Spielende zog man noch ein bisschen um die Häuser, bei der man in der doch sehr urbanen Gegend einige Hasen vorbeilaufen sah.

In der kommenden Runde gehts auf nach Ried, welches für uns in jüngster Vergangenheit auch nicht unbedingt ein positiv geschichtsträchtiger Ort ist.

Nichts desto trotz müssen 3 Punkte geholt werden!

AUFGEHTS RAPID!

Unentschieden im Ländle!

Austria Lustenau – SK Rapid, 29.10.2022, 3:3 (1:0)
14. BL-Runde, 29.10.2022, 4.437 Zuschauer

Zweiundzwanzigeinhalb Jahre nach dem letzten Aufeinandertreffen in der Liga ging es also wieder nach Lustenau. – Der Blick in die Archive verrät: es war der 15. April 2000 und Rapid gewann durch ein Tor von René Wagner 0:1. – Zugegeben: Die Vorfreude darauf stieg in den letzten Wochen, beobachtete man doch die Entwicklung der Lustenauer Szene der letzten Jahre mit Respekt. Dass man mit Lustenau einen – wenn auch kleinen – Traditionsverein mehr in der Liga hat, braucht nicht weiter ausgeführt zu werden. Nicht zuletzt waren die Allerwenigsten schon mal im altehrwürdigen Reichshofstadion. 

So machte sich eine stattliche Anzahl an Rapidlern auf ins Ländle. Neben einem Doppeldeckerbus waren die meisten mit Autos sowie 9-Sitzern unterwegs – auch unsere Gruppe inkl. Umfeld von Wien und OÖ aus. Die Fahrt verlief via München, mit einem gemeinsamen Mittagessen am schönen Ammersee. Kurz vor Lustenau trafen wir uns mit den Lords, um gemeinsam den Gästeparkplatz aufzusuchen. Dieser diente, wie sich herausstellte, noch kurz zuvor Rindern als Weidefläche. Das ist Österreich!

Man enterte den bereits gut gefüllten Gästesektor und machte sich zuerst einmal vertraut mit den angebotenen Spezialitäten und der Sprache der Eingeborenen. Das Stadion erwies sich bei näherem Hinsehen dann doch als stark renovierungsbedürftig. Die metallene Tribüne neben dem Gästesektor erweckte den Anschein, als sei sie vom ruinösen SV Mattersburg ersteigert worden, und eine zweite Längsseite sucht man in diesem Juwel vergeblich. 

Der Block West startete mit einem Fahnenintro und alten, klassischen Gesängen in die Partie. Die

Lustenauer präsentierten eine Choreo zu Ehren dreier verstorbener Fans (auch aus Augsburg): Eine Überrollfahne aus Plastik und ein Vorhang, der die drei Jungs zeigte, wurde von einem zwar simpel gemalten, aber dafür aussagekräftigen Banner mit der Aufschrift „Ultras sterben nie“ komplettiert. Es herrschte allgemein eine gute Stimmung, wobei man von der Nordtribüne schon mehr Mitmachquote und Lautstärke erwartete hätte.

Rapid dominierte die erste Halbzeit, doch es trat das ein, was im Fußballerischen als Binsenweisheit gilt: „Waunst das ned mochst, griagst das!“ Das trat ein: Lustenau ging vor der Pause in Führung. Nach Seitenwechsel ging es im Großen und Ganzen so weiter, dass Rapid die spielbestimmende Elf war. Burgstaller löste den Knoten und traf, doch der Ausgleich hielt nur wenige Minuten und Lustenau ging in Minute 66 erneut in Führung. Bis zur Nachspielzeit kam es noch zu einigen VAREntscheidungen, die allesamt mit einem brachialen „Ihr macht unsren Sport kaputt“ kommentiert wurden. Erst in der Nachspielzeit gelang es Rapid, erneut auszugleichen. Dann wurde das Spiel dubios: Lustenau ging in der 96. erneut mit 3:2 in Führung, und wähnte sich als Sieger. Doch Rapid glich in der 100. Minute noch einmal aus: ein Wechselbad der Gefühle. Dies wurde im Moment auch wie ein Sieg gefeiert. Die Moral und der Kampfgeist am Ende haben sicher gepasst, dennoch darf man nicht vergessen: Rapid hat andere Ansprüche – solche Spiele muss man, wenn man sich die Chancen ansieht, einfach gewinnen und 3 Punkte mitnehmen.

Nächste Woche geht gegen den PASK darum, die mehr als dürftige Heimbilanz (nur zwei Liga Heimsiege bisher) zumindest etwas aufzubessern. Dazu alle ins Weststadion! Forza Rapid, Forza Rapid Wien!

Nach 4 (!!) Heimniederlagen in Serie endlich wieder 3 Punkte Zuhause!

SK Rapid – TSV Hartberg  5:1  (1:1);
5.BL-Runde, 26.10.2022, 14.400 Zuschauer

Im Nachtragsspiel der 5. Runde empfing man mit dem TSV Hartberg den aktuellen Tabellenletzten.
Da die vergangenen 3 Runden mit zum Teil desaströsen (Un)Leistungen ihre Spuren hinterlassen hatten (Absturz in der Tabelle, überschaubare Stimmung auf den Rängen, etc.), war die heutige Devise klar: verlieren verboten!

So startete man mit gemischten Gefühlen und einem Schals-Fahnen-Doppelhalter-Intro in diese doch richtungsweisende Partie.
Gesagt getan, begann die Mannschaft doch ganz ordentlich in die Partie, während es in der Kurve (verständlicherweise) etwas dauern sollte, um auf Betriebstemperatur zu kommen.
Nach einigen sehr guten, aber leider allesamt vergebenen Chancen unserer Elf, wurde die Stimmung und vor allem die Lautstärke langsam besser.
Nach einem kurzen Schockmoment, in dem Hartberg beinahe die Führung erzielt hätte (wäre ja nicht die erste Partie, in der wir ein Chancenplus haben und trotzdem in Rückstand geraten), durfte man sich das erste Mal freuen.
Mit einer schönen Kombination über mehrere Stationen erzielte der Heimkehrer Guido Burgstaller mit einer mehr als spektakulären Aktion das 1:0.
ENDLICH!

Mittels Spruchband spendete man Brüdern der Sitia 13, einer kretanischen Sektion von Gate 13, Kraft. Deren Heimatstadt wurde durch schwere Unwetter stark in Mitleidenschaft gezogen.
Auch hier von unserer Seite: VIEL KRAFT UND DURCHHALTEN!

Doch nun zurück zum Spiel.
Die Hartberger kamen gegen Ende der ersten Hälfte zu immer besseren Chancen und folglich kam es, wie es kommen musste:
Kurz vor Abpfiff gelang den Gästen der Ausgleich.
Die Freude währte aber nur kurz, da der Linienrichter auf Abseits entschied.
Doch dank einem heute exzellent aufgelegten VAR, konnten sich die Gäste über den (leider doch irgendwie verdienten) Ausgleich freuen, was gleichzeitig den Halbzeitstand bedeutete.
VAR: wenn der (Tor)Jubel später kommt (oder auch nicht).

Mit dem Wiederanpfiff startete man stark in die zweite Halbzeit.
Die Fans musste nicht lange warten, bis Guido Burgstaller in Minute 52. den vermeintlichen Führungstreffer erzielte.
Der Jubel wurde allerdings von einem, wie bereits erwähnt, heute exzellent aufgelegten VAR unterbrochen, da der Verdacht auf Abseits bestand (der sich glücklicherweise nicht bewahrheitete).
Am Platz und auf den Rängen wurde es von Minute zu Minute besser.
In der Kurve wurde der Lautstärkeregler gleich mit der Spiellaune der Mannschaft hochgedreht und so war es Marco Grüll, der in der 68. Spielminute das 3:1 erzielte.
Doch was wäre ein Torjubel ohne den heute exzellent aufgelegten VAR, der nach wiederholt minutenlanger Prüfung der Szene das Tor für gültig erklärte.
VAR: wenn der (Tor)Jubel später kommt (oder auch nicht)

Die Rapid-Elf spielte sich quasi in einen Rausch und so dauerte es abermals nicht lange, bis sich Guido Burgstaller das dritte Mal, diesmal ganz ohne Prüfung, in die Torschützenliste eintrug.
Nach weiteren guten Möglichkeiten bekam man in der 83. Minute nach einem Foul an Patrick Greil einen Elfmeter zugesprochen und jetzt wird’s kurios!
Hauptakteure: Ferdy Drujif und mein Freund, der heute exzellent aufgelegte VAR.
Ferdy tritt an, der Torwart hält, der Ball geht ins Aus: Eckball.
Hatte man zumindest geglaubt.
Denn nach Minuten des Wartens gab der Schiedsrichter bekannt, dass der Elfmeter wiederholt werden musste, da sich mehrere Hartberger zu früh in den Strafraum begeben haben.
Ferdy tritt an und verschießt erneut.

Dies tat der Spiellaune und der mittlerweile sehr guten Stimmung auf den Rängen keinen Abbruch und so wurde man in der ersten Minute der Nachspielzeit mit dem 5:1 durch Nicolas Kühn belohnt.
Der Treffer besiegelte somit auch den Heimsieg!

Heute wurde den Zuschauern mit Erfolg präsentiert, wohin dieser völlig übertriebene Einsatz des VAR führt. Jegliche Emotion wird ausgebremst und dem Momentum der Spontanität beraubt.
Wer so etwas will, soll zum Eishockey oder zum American Football gehen.
IHR MACHT UNSREN SPORT KAPUTT! (völlig egal, ob die Entscheidung für oder gegen uns ausfällt)

Auf der gegenüberliegenden Seite forderten die mitgereisten und vor allem leidgeplagten Hartberg-Zuschauer mittels Spruchband den Rücktritt von Trainer Klaus Schmidt.

Am kommenden Samstag geht’s auf zur Austria Lustenau. Auch hier kann es nur heissen:
AUFGEHTS RAPID, KÄMPFEN UND SIEGEN!

Ried auswärts – ein „Heimspiel“ für uns

SV Ried – SK Rapid 1:0  (0:0);
12.BL-Runde, 15.10.2022, 5.800 Zuschauer

Nach der desaströsen Vorstellung beim Derby gegen die Elf aus dem hässlichsten aller Wiener Gemeindebezirke gibt es zum Beginn dieses Berichts eigentlich nicht viel zu sagen:
Wiedergutmachung ist angesagt!

Nachdem am besagten Wochenende Choreoarbeiten ins Haus standen, machte sich der Großteil unseres Haufens direkt vom Ort der Malarbeiten mit Autos auf den Weg ins Innviertel.

In der knapp 12 500 Einwohner zählenden Kleinstadt verlief die Ankunft ohne erwähnenswerte Vorkommnisse.

Die Einlasskontrolle wurde relativ rasch überwunden und schon konnte man sich an die Arbeit machen. Während die Künstler unter uns ihre kreative Ader nützten, um die örtlichen Sanitäranlagen, den Bierstand und den sehr familiären Sektor mit unserer wunderschönen Farbenpracht zu verzieren, machte sich der Rest an die letzten Matchtagsvorbereitungen, um mit einem ordentlichen Tifo zu starten.

Mit einer Choreographie der Tornados soll der Spieltag nun perfekt gemacht werden, damit wichtige drei Zähler in die Bundeshauptstadt entführt werden können. Ein aus mehreren Stoffbahnen bestehender Überzieher und ein auf dem Zaun angebrachter Fetzn‘ ergab ein wirklich ansehnliches Bild. FUCK COPS WORLDWIDE – recht viel mehr gibt es dazu wohl nicht zu sagen!
Gegenüber jedoch, sehr wohl!

Dort feierte die Heimseite das zehnjährige Bestehen der Supras Young Spirit und diese nahmen sich dabei kein Blatt vor dem Mund.
 „Tifo, Pyro, Saufexzesse – seit 10 Jahren gibt’s für jeden auf die Fresse“ – nur große Klappe und nichts dahinter? Wir werden sehen …

Nun ist aber jede anwesende Person im ausverkauften Gästesektor gefragt – 90 Minuten Vollgas!
Dies nahm sich (wenigstens noch zu Beginn der Partie) die Mannschaft zu Herzen und unsere 11 legte ganz gut los.
Das Chancenplus konnte dabei in den ersten 20 Minuten nicht genützt werden und schon nach einer kurzen Zeit der Torflaute machte sich das alte Muster dieser Saison bemerkbar. Nach vielen vergebenen Chancen lässt man den Gegner immer öfter in den eigenen Strafraum vordringen.

Mit einer Nullnummer ging es dabei nach 45 Minuten in die Katakomben des Rieder Stadions, dessen Weg wir noch mit einigen Kampfansagen begleiteten.
Der Mannschaft schien es jedoch nicht so ganz bewusst zu sein, in welchem Dress man eigentlich dieses Spiel bestritt und zum großen Überfluss schaltete sich in der 50. Spielminute der VAR ein.
Wieder einmal ein Elfmeter gegen Rapid, wieder einmal ein perfektes Vorzeigebeispiel für den modernen Fußball.
Keine Emotionen, ewig in die Länge gezogene Entscheidungsfindungen und keine Verbesserung der Fehlentscheidungsquote in Sicht.
Nun war es der (hier namentlich unerwähnte) Strafstoßschütze der Rieder, der sie zu diesem Zeitpunkt nicht einmal so unverdient in Führung brachte.
VARoaschung!

Die restliche Spielzeit wiederzugeben, fällt mir als Verfasser wirklich nicht gerade leicht.
Bis auf ein paar harmlose Gelegenheitsausflüge in den 16er der Rieder konnte man über 40 Minuten nicht nutzen, um noch Zählbares gegen einen ebenso unauffällig spielenden Gegner mitzunehmen.
Nach einem Pfeifkonzert bei der Mannschaftsverabschiedung packte man frustriert die Materialien und wir machten uns gemütlich auf den Weg zu den abgestellten Autos.

Als ein Teil unserer Jungs sich bereits auf den Weg machte, um noch einmal die Pinsel zu schwingen, konnte man im Einbruch der Dunkelheit einen Mob erkennen, der sich scheinbar nicht gerade unbewusst in Richtung des Gästesektors bewegte. Die Gunst der Stunde nütze man sehr gerne und wir stellten fest, dass es in Ried doch noch „Handschlagqualität“ gibt 😉
Als die Cops das mit Pfeffer unterbanden, stellte sich jedoch nur der Bannerspruch im Gästesektor als treffend heraus.
Respekt an die Innviertler für ihre Aktion – so viel Motivation in der eignen Stadt kann man den anderen oberösterreichischen Szenen leider nicht nachsagen.

Trotz der erbärmlichen Leistung am Rasen ist Ried immer noch eine Reise wert!

Mit einem Kantersieg im Gepäck in die Derbywoche!

WSG Tirol – SK Rapid 0:5 (0:1)
10.BL-Runde, 01.10.2022, 2570 Zuschauer

Das erste Match nach einer wie immer sehr unnötigen Länderspielpause bescherte uns eine Auswärtsfahrt ins Tivoli nach Innsbruck. Nachdem die letzten Partien dort immer eindeutig gewonnen werden konnten, waren auch trotz der aktuellen sportlichen nicht recht rosigen Zeiten die Erwartungshaltungen hoch.

Dank der verpassten Europacup-Gruppenphase spielten wir endlich wieder samstags. Perfekt für uns mit dem Bus nach Tirol zu reisen. Schon in den frühen Morgenstunden machte sich unser Lords-Lions-Bus in Wien auf den Weg, nach zwei weiteren Einstiegsstellen war der Bus komplett voll. Die Fahrt verlief ohne nennenswerte Zwischenfälle, außer dass wir ab der Grenze von Deutschland nach Innsbruck wieder die obligatorische Polizeibegleitung bekamen. Im Gegensatz zu den letzten Spielen in Innsbruck, wirkte die Exekutive nervös und waren zahlenmäßig sehr stark vertreten.

Auch die Einlasskontrollen waren sehr genau und es wurde sogar der Zutritt mit Stickern untersagt – was für eine übertriebene Maßnahme! Es gelang uns natürlich dennoch, den Sektor gut zu verschönern! Leider konnten wir den Sektor nicht ganz füllen, deswegen rückte man ein paar Reihen nach oben um einen kompakten Eindruck zu vermitteln. Heute war auch neben unserem „Stabil bleiben Heumi“-Fetzen, auch das erste Mal unser Fetzen gegen die äußerst bedenkliche WM in Katar am Start. Unsere Meinung dazu ist klar, eine Weltmeisterschaft, in einem Land stattfinden zu lassen, das Menschenrechte mit Füßen tritt, Arbeiter bis zum Tode ausbeutet, darf nie in Betracht für einen Austragungsort kommen. BOYKOTT KATAR 2022!!!

Unser Trainer Ferdinand Feldhofer, ließ genauso wie gegen Salzburg mit einer 5er Kette beginnen. Im Sturm spielten erstmals Burgstaller und Druijf gemeinsam. Das Spiel begann sehr zerfahren und es konnten auf beiden Seiten kaum Torchancen erarbeitet werden. Auch der Support war eher durchschnittlich und passte sich dem Spiel an. In der 32. Minute musste unser Kapitän Maxi Hofmann nach einem Tritt gegen den Knöchel vom Feld, für ihn kam Marco Grüll in die Partie, was gleichzeitig eine Systemumstellung zufolge hatte, die sich bezahlt werden machen sollte, den ab da übernahmen unsere Mannen das Kommando. Quasi mit dem Pausenpfiff brachte uns Burgstaller in Führung und gleich dannach vergab Kühn noch eine Topchance auf das 2:0, den hätte er eigentlich machen müssen! Die zweite Halbzeit war dann so, wie wir uns unsere Rapid am Platz vorstellen. Zuerst markierte Marco Grüll in der 52. Minute nach Zuspiel von dem heute sehr stark agierenden Martin Koscelnik das 2:0. Letzterer war es auch der 5 Minuten später einen Elfmeter rausholte, den Burgstaller eiskalt verwandelte und Torhüter Oswald keine Chance ließ. Defensiv stand man auch sehr stark und die WSG kam nicht wirklich gefährlich vor unser Tor. Sie erzielten zwar einen Treffer, dieser wurde aber wegen Foulspiels aberkannt, sehr glücklich muss man sagen, den viel war das nicht! Durch Flanken vom eingewechselten Thorsten Schick konnten Ferdy Druijf (78.) und Berni Zimmermann (81.) den hohen 5:0 Endstand fixieren. Auf den Rängen bereitete man sich in der Rapidviertelstunde schon auf die kommende Derbywoche vor, was durch ein „Schlagt die Austria tot“ im Dauergesang schwer zu überhören war. 😉

Die Mannschaft wurde nach dem Schlusspfiff noch einmal gepusht um unseren Erzrivalen endlich die erste Niederlage im Weststadion zuzufügen! Der Fluch muss endlich gebrochen werden!
VIOLA MERDA!

Die Heimfahrt war sehr ruhig und jeder war sichtlich zufrieden mit den 3 Punkten im Gepäck!

RAPID KÄMPFE UND GEWINN, DENN DU BIST DER LEBENSSINN,
WIR ZERSTÖREN AUSTRIA WIEN!